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SchulLabor: Netzwerk Berufliche Schulen Mainfranken

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Kategorie
Arbeit und Beschäftigung
Bildung und Erziehung

Kurzbeschreibung

Das „Netzwerk Berufliche Schulen Mainfranken“ stellt eine Lerngemeinschaft dar, in welcher Berufsschulen, darunter eine Berufsschule zur sonderpädagogischen Förderung unter Einbezug regionaler Akteure kooperieren, um inklusive Unterrichtskonzepte und -methoden zu entwickeln und zu erproben. In diesem Netzwerk sind alle Schulen gleichverantwortlich miteinander verbunden. Die vorhandenen Kompetenzen im Bereich der Berufspädagogik, sowie die sonderpädagogische Expertise der Schulen ergänzen sich bei der Frage der Teilhabe am Arbeitsleben.
Die Initiative zu dieser Lerngemeinschaft entstammt der Region. Die folgenden sechs Berufsschulen mit acht Standorten in der Region Mainfranken vernetzen sich regional, um an schulischen und betrieblichen Erfahrungen gemeinsam zu partizipieren:
- Franz Oberthür Schule Würzburg
- Josef-Greising-Schule Würzburg
- Klara Oppenheimer Schule Würzburg
- Staatliche Berufsschule Main-Spessart
- Staatliche Berufliche Schulen Kitzingen-Ochsenfurt
- Don Bosco Berufsschule zur sonderpädagogischen Förderung Würzburg
Weitere unterstützende Kooperationspartner der Lerngemeinschaft sind:
- Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Institut für Sonderpädagogik
- Sonderpädagogische Beratungsstelle für Erziehungshilfe (SBfE)
- Agentur für Arbeit Würzburg
Die Lerngemeinschaft wird von 2013 bis 2016 von der Robert Bosch Stiftung als SchulLabor gefördert.
Die Berufsschulen unterrichten eine zunehmend heterogene Schülerschaft mit unterschiedlichen vorausgehenden Schulbiografien und entsprechenden Unterstützungsbedürfnissen. Es besteht ein enormer Handlungsbedarf, denn die Schüler/innen sollen inklusiv lernen und einen Berufsabschluss erreichen. Die Lehrkräfte versuchen den Lern- und Ausbildungsbedürfnissen jedes/r Schüler/in gerecht zu werden. Die Frage, wie angesichts der Heterogenität der Schülerschaft gemeinsames Lernen an beruflichen Schulen gelingen kann, steht im Mittelpunkt der Lerngemeinschaft. Heterogenität ist als Normalfall im schulischen Bewusstsein zu verankern. Auf diese fachliche Herausforderung reagieren die Schulen durch gegenseitige Unterstützung und den Austausch von Erfahrungswissen in der Lerngemeinschaft Netzwerk Berufliche Schulen Mainfranken. Allen Schülern und Schülerinnen soll die Möglichkeit gegeben werden eine geeignete Ausbildung zu suchen, zu finden, auszuwählen und dann erfolgreich abzuschließen. Die sonderpädagogische Expertise wird durch die Don Bosco Berufsschule in das Netzwerk eingebracht.
Schulübergreifend sollen inklusive Unterrichtskonzepte und -methoden ermittelt und erprobt werden, die sowohl die speziellen Anforderungen des Arbeitsmarktes einbeziehen, als auch auf die Bedürfnisse jedes Schülers und jeder Schülerin eingehen. Auf Initiative der betroffenen Schulen arbeiten Vertreterinnen und Vertreter der Schulleitungen und Kollegien in drei Arbeitsgruppen, welche sich mit eigenständig festgelegten Handlungsschwerpunkten befassen:
1) Lernen in heterogenen Gruppen: Wie kann gemeinsames Lernen im Sinne von Inklusion an beruflichen Schulen gelingen?
2) Zielgruppen mit besonderen Lernbedürfnissen: Welche Zielgruppen können an den Schulen für besondere Angebote identifiziert werden? Welche systematischen Aktionspläne werden benötigt und können entwickelt werden?
3) Fragen inklusiver Schulorganisation: Welche Verfahrensabläufe und Handlungsstrategien sind schulintern und schulübergreifend notwendig, um den besonderen Lernbedürfnissen einzelner Schüler/innen zu entsprechen? Welche präventiven und interventiven Instrumente sind entwickelbar, um berufliche Teilhabe zu ermöglichen?

Konkrete Maßnahmen, wie die offene Lernzeit, Schulerlebnispädagogik, Team-Teaching, leichte Sprache und einfache Berufssprache werden an den beteiligten Schulen erprobt und begleitend evaluiert.

Barrierefreiheit

In der Behindertenrechtskonvention erkennen die Vertragsstaaten „das gleiche Recht von Menschen mit Behinderungen auf Arbeit an“ (Art. 27, Abs. 1). Gleichzeitig verweisen die aktuellen Befunde der mangelnden Teilhabe von Menschen mit schweren Behinderungen darauf, dass hier ein akuter Handlungsbedarf besteht.
Um die gleichberechtigte Teilhabe auf dem Arbeitsmarkt zu ermöglichen, ist es unerlässlich inklusive Strukturen in der beruflichen Bildung zu entwickeln. Ein entscheidender Faktor ist die Kooperation aller beteiligten Bildungspartner. Die gelingende Qualifizierung oder Berufsausbildung ist eine entscheidende Voraussetzung für die Teilhabe am Arbeitsleben mit dessen sowohl ökonomischen, wie auch sozialintegrativen Funktionen.
Damit alle Schüler/innen einen erfolgreichen Abschluss in einer gewählten Qualifizierung oder Ausbildung erlangen können, sind inklusive Strukturen im beruflichen Bildungssystem nötig. Durch das Netzwerk Berufliche Schulen Mainfranken sollen schulorganisatorische Veränderungen eine Hilfestellung leisten. Durch die Implementierung von Unterrichtskonzeptionen in der internen Schulentwicklung, welche durch Verfahrensabläufe und Handlungsstrategien, den besonderen Lernbedürfnissen der Schülerschaft Rechnung tragen, können entsprechende Weichen gestellt werden.
Die Inklusion einzelner Schüler/innen, Kooperationsklassen sowie Intensivangebote im Prüfungskontext in Kooperation mit der Don Bosco Berufsschule stellen etablierte Maßnahmen dar. Außerdem sind sonderpädagogische Ressourcen in Form von festen Sprechstunden, von förderdiagnostischer Expertise und koordinierender Tätigkeit in den einzelnen Berufsschulen sicherzustellen.
Um die Kollegien bei den Anforderungen einer heterogenen Schülerschaft zu unterstützen, werden zudem Fortbildungen konzipiert und durchgeführt.
Durch das Netzwerk wird ein interdisziplinärer Austausch sowie eine multiprofessionelle Arbeitsweise erzeugt und ein inklusiver Weg zur beruflichen Beschulung beschritten.

Kontakt


Don Bosco Berufsschule zur sonderpädagogischen Förderung Würzburg
E-Mail schullabor@dbs-wuerzburg.de

Adresse

Schottenanger 10
97082 Würzburg

Erstellt am 13.04.2015 von InklusionDBS

Aktualisiert am 22.04.2015

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