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Netzwerk Inklusion Region Freiburg

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Kategorie
Bildung und Erziehung

Kurzbeschreibung

Der Kreisverband Freiburg/Breisgau-Hochschwarzwald  des Paritätischen und interessierte zivilgesellschaftliche Akteur_innen richteten am 13. April 2013 gemeinsam den Kongress „Wege in eine inklusive Kommune“ im Konzerthaus Freiburg aus.
Menschen mit Handicap diskutierten zusammen mit Angehörigen, Interessierten und Fachleuten, wie Teilhabe in allen Lebensbereichen für alle Menschen verwirklicht werden kann. Ergebnisse des Kongresses (siehe auch http://www.inklusive-kommune.de) waren u.a. die Impulse für die Gründung des „Netzwerk Inklusion Region Freiburg“ sowie die gesamtstädtische Strategie Inklusion in Freiburg.

Das „Netzwerk Inklusion Region Freiburg“ wurde im November 2013 gegründet und ist auf allen Ebenen und Strukturen inklusiv angelegt. Menschen mit und ohne Behinderung arbeiten gleichberechtigt zusammen. Seit seiner Gründung sind dem Netzwerk viele Organisationen und Einzelpersonen, u.a. auch viele Menschen mit Behinderung beigetreten. Organisiert wird das Netzwerk bisher über ein Steuerungsgremium und Arbeitsgruppen. Die Sprecherin selbst hat ein Handicap.
Das Netzwerk geht grundsätzlich von einer weiten Definition des Inklusionsbegriffs aus:
„[...] dass alle Mitglieder einer Gesellschaft von Anfang an und in allen Bereichen zusammenleben und selbstverständlich in ihrer Unterschiedlichkeit akzeptiert werden. Voraussetzung dafür ist eine Gesellschaft, die allen Menschen gleichermaßen zur Teilhabe offensteht, das heißt inklusiv ist“. (Quelle:  Baden-Württembergischer Städtetag http://www.staedtetag-bw.de/).

In der aktuelle Inklusionsdebatte wird auf unterschiedliche Weise deutlich, dass die Umsetzung der UN-BRK bundesweit in eine Phase getreten ist, in der komplexe Fragestellung auftauchen, etwa die Beschulung aller Kinder mit Behinderungen in Regelschulen, die Bereitstellung entsprechender (finanzieller) Ressourcen etwa durch die Eingliederungshilfe aber auch rechtsübergreifend usw. und die Unübersichtlichkeit der gesetzlichen Vorschriften. Die Verunsicherungen von Eltern um eine gute und entsprechende Förderung ihrer Kinder, Fragen bezüglich der Kostenübernahme von Maßnahmen zur Entwicklung von Barrierefreiheit in Städten, Kommunen, Institutionen und Diensten sind neben der mit Macht eingeforderten Teilhabe behinderter Menschen selbst, ebenfalls zunehmend aufkommende Fragen.

Lösungen brauchen eine sorgfältige Herangehensweise aller Akteur_innen untereinander sowie eine konstruktive und wertschätzende Gesprächskultur. So sollen vor Ort gute Lösungen entwickelt werden. Die Akteur_innen des Netzwerks wollen mit ihrer Arbeit hierzu beitragen und damit auch bemerkbaren Resignationstendenzen entgegenwirken.

Das Projekt will sich dahin gehend entwickeln, dazu beizutragen u.a. die genannten komplexen Fragen zu diskutieren. Die Entwicklung von Lösungen wird als ein partizipativer Prozess gesehen, in welchem Betroffene, Träger_innen der Behindertenhilfe, Stadt- und Kommunalverwaltungen sowie interessierte Öffentlichkeit gemeinsam diskutieren und gute Lösungen im Sinne der Betroffenen finden.
Die im Netzwerk aktiven Personen sind außerdem in den Prozess der „Gesamtstrategie Inklusion“ der Stadt Freiburg eingebunden. Die Sprecherin ist Mitglied der Lenkungsgruppe für diese Gesamtstrategie.

Die Entwicklung hin zu einer inklusive Kommune ist weit mehr als ein Projekt. Es ist ein verändertes Konzept des Zusammenlebens. Inklusion bedeutet die Teilhabe aller Bürger_innen an der Gemeinschaft zu ermöglichen sowie die Barrieren für eine solche Teilhabe frühzeitig zu erkennen und aktiv abzubauen. Vielfalt wird hier als ein positives Merkmal gesehen. Die Kompetenzen  jedes/jeder einzelnen werden für die Kommune genutzt. Inzwischen hat dieser Prozess in Freiburg eingesetzt.

Weitere Angaben zur Barrierefreiheit

Alle Veranstaltungen des Netzwerkes finden in barrierefreier Umgebung statt.
Darunter auch ein Tagungsraum, der für Sitzungen des Steuergremiums genutzt wird und mit einer Induktionsschleife für hörgeschädigte Menschen ausgestattet ist.
Die Homepage des Netzwerks ist barrierearm gestaltet, eine Version in Leichter Sprache ist in Bearbeitung und soll einfach an das Thema heranführen

Kontakt

Michael Feller
E-Mail info@inklusives-netzwerk-freiburg.de
http://www.inklusives-netzwerk-freiburg.de

Adresse

Kaiser-Joseph-Str. 268
79098 Freiburg im Breisgau

Wir bieten

- Sensibilisierung und Bewusstseinsbildung
- ein Forum zum gemeinsamen Austausch und Arbeiten an inklusiven Lösungen
- Begeisterung für das Thema Inklusion

Wir suchen

neue Mitglieder und Interssierte sind herzlich willkommen!

Erstellt am 10.11.2014 von netzwerk_inklusion_region_freiburg

Aktualisiert am 05.04.2017

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