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miteinander leben - einander erleben - von Anfang an

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Kategorie
Bildung und Erziehung

Kurzbeschreibung

Als der Verein miteinander leben e.V. sich 1965 gründete, sprach er in erster Linie Kinder mit einer körperlichen Behinderung an. Sie sollten krankengymnastisch behandelt werden und  besuchten einen Sonderkindergarten (1968). Doch schon wenige Jahre später empfanden die Initiatoren die Ausgrenzung als den falschen Weg. Sie entwickelten ein integratives Konzept - eines der ersten deutschlandweit(1975).  Hierbei dachten sie aber nicht daran, Menschen mit Behinderung in eine andere Struktur zu integrieren. Die vorhandenen Strukturen, die für die Kinder mit Behinderung gut und notwendig waren, wurden so umgestaltet, dass auch Kinder ohne Behinderung teilhaben konnten: "Die Behinderten laden die Nichtbehinderten ein" war der Leitspruch des Vereinsgründers, des Kinderarztes Dr. Harald von Zimmermann. Auch wenn damals noch niemand von Inklusion sprach, sondern von Integration: der Grundgedanke des "ein Angebot, eine Struktur, ein Raum so zu gestalten, dass alle teilhaben können", impliziert die Idee der Inklusion, die sich später dann auch im Vereinsnamen "miteinander leben" manifestierte (2001).
Inzwischen werden 45 Kinder von 2 bis 6 Jahren in 3 Gruppen betreut. Das Angebot und die Räumlichkeiten sind so gestaltet, dass alle an allem teilhaben können, es ist ein selbstverständliches miteinander in der Kindertagesstätte.
Nach der gleichen Idee wurde ein "Jugendzentrum" eröffnet (1982). Im Jugendhaus Sürth treffen sich 6 bis 18jährige Kinder und Jugendlichen mit und ohne Handicaps, um in Interessen- oder Altersgruppen oder im Offenen Betrieb gemeinsam ihre Freizeit zu verbringen. Wochenenden (Reiten, Kanu, ...) oder Ferienfahrten (Segeln, Jugendherberge, ...)  sind so organisiert, das alle teilhaben können.
In den Eltern-Kind-Gruppen (1999) treffen sich Eltern mit ihren Babys bzw. Kleinstkindern, behindert oder nicht. Hier können Mütter und Väter Ideen, Erfahrungen und Adressen austauschen und andere Eltern in ähnlichen Lebenssituationen kennenlernen.
Wenn die Kleinen etwas älter werden aber noch nicht in die Kindertagesstätte möchten, können sie sich in den Spielgruppen (1999) an zwei bzw. drei Vormittagen treffen und ihre erste Zeit "alleine" ohne die Eltern erleben.
Dieses Biographie begleitende Angebot für Menschen mit und ohne Behinderung wird im Erwachsenenalter fortgesetzt. Der Offene Freizeittreff (1995) wird wesentlich von erwachsenen Menschen mit Behinderung besucht. Vor Ort sorgt ein  Kreis von Assistenten für notwendige Unterstützung. In kleinen Gruppen werden Angebote des Sozialraumes wahrgenommen: Disko und Kinobesuche, Maifest, Sport- und Konzertveranstaltungen, ...).
Wie kann Teilhabe im Wohnbereich aussehen - auch diese Frage stellten sich die erwachsen werdenden Menschen mit Behinderung und ihre Eltern. Der Verein wurde Träger stationärer Wohneinrichtungen (1995) und des Ambulant Betreuten Wohnens (2002). Das Besondere ist, dass alle Wohnungen  in einem gemischten Wohnumfeld in "normalen" Mehrfamilienhäusern in den Stadtvierteln Rondorf und Sürth liegen. Insgesamt 29 Bewohner mit leichten bis schwerstmehrfachen Behinderungen leben dort verstreut in kleinen Wohngemeinschaften (4, 5 oder 6 Personen und zwei Appartements) in den Parterrewohnungen. Sie verbringen ihren Alltag wie andere Menschen auch: gehen arbeiten, einkaufen, zur Bank oder Post, verabreden sich mit ihren Freunden oder sind einfach nur zu Hause. Ein Team von Mitarbeitern begleiten die Bewohner und geben ihnen so viel Hilfe und Unterstützung, wie sie benötigen. Normalität ist nicht nur ein Schlagwort, sondern weitgehend gelebte Praxis.
Die zur Zeit 10 Bewohner, die wir im Ambulant Betreuten Wohnen begleiten, leben ebenfalls in Appartements in Mehrfamilienhäusern im Kölner Süden und werden stundenweise von Mitarbeitern betreut und begleitet.

Weitere Angaben zur Barrierefreiheit

Das die Räumlichkeiten des miteinander leben e.V. für Menschen mit körperlichen Behinderungen barrierefrei sind, versteht sich von selbst: Aufzüge, Rampen, breite Türen mit Türöffnern, rollstuhlgerechte Bäder und Toiletten, ... .

Wichtig sind aber auch die Barrieren in den Köpfen!
Hier achtet der miteinander leben e.V. darauf, das ein  lebendiger Austausch zwischen allen stattfindet. Dafür sorgt einerseits der Status als "Familienzentrum NRW" (seit 2009); als auch das Leben des Vereins im Stadtteil: ein Zentrum für Familien. Eltern und/oder ihre behinderten oder nicht behinderten Kinder, behinderte und nicht behinderte Erwachsene des Vereins und die Menschen im Sozialraum nehmen am Vereinsleben und den Vereinsangeboten (Sommerfeste, Informationsveranstaltungen, Ferienaktionen, Martinsumzug) teil. Ebenso ist es selbstverständlich, das der Verein an  den Angeboten des Sozialraumes (Karnevalszug,  Dorffest, Weihnachtsmarkt)  teilnimmt.
Es entsteht ein lebendiges, familiäres, sozialraumorientiertes miteinander. der Name des Vereins ist Programm und wird sicherlich auch in Zukunft das Gemeinwesen Köln-Sürth bereichern.

Kontakt

Bernd Schneider
miteinander leben e.V.
Telefon 02236 / 383540
E-Mail info@miteinander-leben.com
http://www.miteinander-leben.com

Adresse

Alte Kirchgasse 23
50999 Köln

Erstellt am 06.10.2014 von miteinander leben

Die Inhalte dieses Projekts stammen von einem Verantwortlichen.

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