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Kinder brauchen Matsch

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Kategorie
Freizeit, Kultur und Sport

Kurzbeschreibung

Die Aktion "Kinder brauchen Matsch" der Kirchengemeinde Auferstehung bietet Kindern und Jugendlichen mit und ohne Beeinträchtigung sowie in belasteten Lebenslagen inklusive Ferien- und Bildungsangebote. Zentrales Element bilden Ferienfahrten mit erlebnispädagogischer Ausrichtung.
Grundsätzlich finden alle Maßnahmen im unmittelbaren Naturbezug statt, denn die Natur wertet nicht. Das ist besonders für jene wichtig, die Diskriminierungserfahrungen machen mussten. Gerade ihnen soll die Möglichkeit gegeben werden, sich einmal unter ganz anderen Vorzeichen als im Alltag zu erleben.
Vom Zusammensein in der Natur können alle profitieren: sich mehr Zeit nehmen, die Perspektive wechseln, neugierige Fragen stellen und die Unterschiedlichkeit zwischen Menschen begreifen und annehmen. Individuelle und gesellschaftlichen Ausgrenzungsmechanismen wird entgegengewirkt und das solidarische Prinzip vorgelebt. Mit der erlebnispädagogischen Ausrichtung können eingeschliffene Rollenmuster aufgebrochen und durch neue Erfahrungen und Interaktionsformen das eigene Selbstbild weiter entwickelt werden. Dazu werden Erfahrungsräume aufgezeigt, die unmittelbar und alltagsrelevante Erfahrungen mit Ernstcharakter möglich sind und in denen Kinder ihre seelischen und körperlichen und geistigen Potentiale entfalten.

Der gefühlsintensive Zugang in der Natur mit den dort möglichen Elementarerfahrungen bietet die Grundlage für diesen modellhaften Ansatz der sozialintegrativen Arbeit.

Eine Behinderung wird oft noch als individuelle Krankheit angesehen. Das führt zu Besonderung, Segregation und Isolation. Dieser Sicht- und Handlungsweise wird der Ansatz des "Empowerment" in der Erlebnis- pädagogik entgegen gesetzt. Prozesse, über die Kinder und Jugendliche in die Lage versetzt werden, ihre Angelegenheiten zu bewältigen, sich ihrer Fähigkeiten bewusst zu werden und soziale Ressourcen zu nutzen, werden initiiert. Die Gegenwart in der Natur hat dabei eine besondere Bedeutung für die Befriedigung der emotionalen, kognitiven und körperlichen Bedürfnissen. Sie erleben sich ständig neu und machen elementare Erfahrungen. Vieles, was in der fremddefinierten Welt der Kinder natürlich erscheint, wird nachrangig. Ein Merkmal wie "behindert" tritt in den Hintergrund und kann seine beschränkende Wirkung verlieren.

Das BetreuerInnenteam setzt sich beständig mit dem eignen Normen- und Wertesystem auseinander. Gerade unter dem Gesichtspunkt der Inklusion ist dies eine wesentliche Voraussetzung, um eigene Vorurteile, die jeder Mensch zweifelsohne besitzt, zu reflektieren und Kindern und Jugendlichen eine klare Werteorientierung zu geben, nach der Unterschiede gut sind, unterdrückerisches und ungerechtes Verhalten hingegen nicht. Diese Auseinandersetzung findet ihren Niederschlag im gemeinsam erarbeiteten Leitbild sowie zunehmend im Angebot von Weiterbildungen.  

Weitere Angaben zur Barrierefreiheit

Inklusion wird mit der Aktion konsequent umgesetzt.
Der Leitgedanken folgend, dass Inklusion besonders dann erfolgreich beschritten werden kann, wenn ein dritter Raum zugängig gemacht wird. In dem werden neue Erfahrungen mit sich und dem gegenüber möglich. Der Rahmen des "normalen" wird neu definiert. Kinder mit und ohne Beeinträchtigung machen dazu gleichermaßen neue Erfahrungen, die sie miteinander verbinden. Gemeinsam stehen sie vor Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt.
Die Aktion ist somit modellhaft, dass sie Lernfelder schafft in denen das Miteinander jenseits bestehender Klassifikationen und Zuschreibungen neu ausgehandelt werden kann und ein weiteres Verständnis von Normalität etabliert wird.

Die Evangelische Kirchengemeinde Auferstehung ist im Berliner Innenstadtbezirk Kreuzberg - Friedrichshain angesiedelt und umfasst ca. 1.200 Gemeindeglieder. Die Gemeinde pflegt eine progressive Tradition, die sich unter anderem in ihrer aktiven Beteiligung an der Opposition zum nationalsozialistischen Regime sowie in der DDR - Bürgerrechtsbewegung ausdrückte. Das Gemeindeleben ist stark vom partizipativen Ansatz geprägt und zeichnet sich insbesondere durch eine lebendige Kinder- und Jugendarbeit, mehreren musikalischen Gruppen sowie sonstigen Gemeindegruppen aus, die ehrenamtlich getragen werden. Die Kirchenräume sind inkl. der sanitären Einrichtungen seit dem Umbau 2005 komplett rollstuhlgerecht. Zur Gemeinde gehört weiterhin ein Kindergarten der seit vielen Jahren einen integrativen Anspruch verfolgt und regelmäßig im Gemeindealltag präsent ist. Alle Gemeindeaktivitäten sind grundsätzlich für alle offen und so gestaltet, dass sie für alle einladend wirken.

Kontakt

Charles Sebastian Böhm
Kirchengemeinde Auferstehung
Telefon 0151 - 401 440 85
E-Mail info@kinder-brauchen-matsch.de
http://www.kinder-brauchen-matsch.de

Adresse

Fridenstraße 83
10249 Berlin

Erstellt am 19.09.2014 von tilbo

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