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"Lebensweg inklusive: KompetenzTandems für Studentinnen mit und ohne Behinderung"

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Kategorie
Bildung und Erziehung

Kurzbeschreibung

Das bundesweite Projekt "Lebensweg inklusive: KompetenzTandems für Studentinnen mit und ohne Behinderung" startete im März 2013. In zwei Jahresdurchläufen bietet das innovative Programm insgesamt 40 Studentinnen die Möglichkeit, ihre akademische und berufliche Karriere gemeinsam mit Gleichgesinnten in den Blick zu nehmen, ihre Netzwerke auszubauen, und ihre persönliche(n) Perspektive(n) zu erweitern.
Für die Dauer von je 12 Monaten bilden dabei je eine Studentin mit Behinderung (oder chronische Krankheit) und eine Studentin ohne Behinderung ein "Tandem", in dem sie sich gegenseitig austauschen, beraten und stärken. Begleitet werden die inklusiven Teams dabei für je sechs Monate von zwei „Co-Mentor/innen“ - berufserfahrene Akademiker/innen, von denen einige ebenfalls eine Beeinträchtigung haben. Sie treffen sich bei drei Gruppenseminaren (Auftakt, Halbzeit, Abschluss), bei persönlichen Besuchen und halten darüber hinaus Kontakt via Email, Skype und Telefon. Die Koordinatorin des Projektes und eine Prozessbegleiterin stehen allen Teilnehmer/innen zur individuellen Beratung während der gesamten Zeit zur Verfügung. Für die studentischen Tandems besteht zudem die Möglichkeit zu Teamtagen, in denen sie als Tandem gecoacht und beraten werden.
Ein wichtiger Baustein des vom BMBF bis 2016 geförderten Programms sind außerdem die biografischen Interviews, in denen die Tandems ihren Co-Mentor/innen Fragen zu ihrem Lebensweg und ihrer Berufslaufbahn stellen. Sie bieten den jungen Frauen die Gelegenheit, Erfolgsstrategien im Umgang mit Chancen, Barrieren und Widerständen kennen zu lernen und für sich zu nutzen - auch außerhalb des gewohnten familiären oder universitären Umfelds. Bei den Besuchen gewinnen sie zudem einen Einblick in eine neue Arbeit und Berufswelt. Zwischen den Einzeltreffen und den Gruppenveranstaltungen finden darüber hinaus Kontakte per Telefon, Email und Skype statt. So können die Studentinnen ihre Co-Mentor/innen jederzeit um praktische Tipps zu Studium, Examen, und Karriere bitten. Je nach Möglichkeiten der Co-Mentor/innen sind u.U. Praktika oder ähnliches möglich.
Um Lernerfahrungen zu multiplizieren und Synergieeffekte zu schaffen, sind die Tandems und Co-Mentor/innen in das große Netzwerk aller Projektteilnehmenden eingebunden. So entstehen vielfältige Kontakte und Unterstützungsangebote, die während des Programms – aber auch darüber hinaus – hilfreich sein können. Nicht nur akademische und berufliche Ziele werden so konkretisiert und besser erreichbar, die Studentinnen werden in ihren persönlichen Stärken gestärkt und können selbstbewusster für sich selbst eintreten. Auf den Gruppenseminaren werden unter Verwendung unterschiedlichster Methoden zusätzliche Lern- und Erfahrungsinhalte auch von externen Referent/innen vermittelt (Speed dating, World Cafe, Vierecken, Visual Recording etc.).
Das Projekt wird im Rahmen einer wissenschaftlichen Langzeitstudie qualitativ evaluiert. Ziel der Untersuchung ist es, fundiert erhobene und unabhängige Ergebnisse über die Konzeption, Umsetzung und Wirksamkeit dieses Pilotprogramms zu gewinnen. Die Ergebnisse der Studie werden dem Hildegardis-Verein dazu dienen, relevante Aussagen über die Eignung von inklusiven Mentoringkonzepten als Förderinstrument für Student/innen mit Behinderung und ohne Behinderung zu treffen. Ein weiteres Projektziel ist außerdem die Entwicklung bildungspolitischer Handlungsempfehlungen, die dazu beitragen sollen, die praktische Umsetzung des Rechtes auf Zugang zu Bildung auf Grundlage der UN-Behindertenrechtskonvention an den deutschen Hochschulen zu befördern.

Weitere Angaben zur Barrierefreiheit

Das Projekt "Lebensweg inklusive: KompetenzTandems für Studentinnen mit und ohne Behinderung" wird möglichst barrierefrei gestaltet.
1.) Bei Veranstaltungen werden Schrift-/Gebärdendolmetscher gebucht, wenn bei Teilnehmer/innen eine Taubheit oder Hörbeeinträchtigung besteht. Dasselbe gilt für die Tandemtreffen und die Interviewbesuche.
2.) Desgleichen werden induktive Verstärkeranlagen gebucht und barrierefreies Telefonieren ermöglicht.
3.) An Sehbehinderte und Blinde werden Programme, Druckmaterialien und E-Mails immer auch elektronisch kommuniziert, d.h. in Form von „vorlesbaren“ E-Dokumenten bereitgestellt. Die Projekthomepage wurde übersichtlich und kontrastreich mit einer serifenfreien Schrift gestaltet.
4.) Konferenzräume und Hotelzimmer werden entsprechend der Bedürfnisse von Rollstuhlfahrer/innen barrierefrei gebucht. Tische und Stühle werden mit genügend Bewegungsraum gestellt.
5.) Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Allergien werden bei der Essenswahl berücksichtigt.
6.) Die kollegiale/partnerschaftliche Beziehung zwischen den Projektteilnehmerinnen und den Mitglieder der HV-Geschäftsstelle tragen darüber hinaus immer dazu bei, dass die Zusammenarbeit und das Zusammensein jederzeit so barrierefrei wie möglich verläuft, auch wenn es die äußeren Gegebenheiten einmal schwer machen. D.h. „spontane Assistenz“ wird großgeschrieben (Mitschreiben bei Spastikern oder Gelähmten, Vorlesen für Blinde, Essensassistenz).

Kontakt

Dr. Ursula Sautter
Hildegardis-Verein
Telefon 022890871530
E-Mail sautter@hildegardis-verein.de
http://www.lebensweg-inklusive.de

Adresse

Wittelsbacherring 9
53115 Bonn

Erstellt am 19.09.2014 von Ursula Sautter

Die Inhalte dieses Projekts stammen von einem Verantwortlichen.

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